Ein Portfolio, das potenziellen Kunden die Entscheidung erleichtert
Wenn ein Unternehmen mehrere Social-Media-Manager vergleicht, reicht eine Liste mit Kompetenzen nicht immer aus. Es möchte verstehen, wie du arbeitest, welche Aufträge du übernimmst und wie du die geleistete Arbeit bewertest.
Dein Online-Portfolio als Freelancer sollte schnell drei Fragen beantworten:
- Was kannst du übernehmen?
- Wie arbeitest du?
- Wie kann man mit dir ins Gespräch kommen?
Es kann eine persönliche Website oder eine Seite sein, auf der du nützliche Links bündelst. Entscheidend ist, die Informationen übersichtlich aufzubereiten und potenzielle Kunden zu einer Kontaktmöglichkeit oder einer passenden externen Plattform weiterzuleiten.
Stelle deine Fachgebiete und Leistungen vor
Nenne die Bereiche, in denen du tätig bist: Redaktionsstrategie, Veröffentlichungsplanung, Content-Erstellung, Community-Management, Monitoring oder Performance-Analyse. Führe nur Leistungen auf, die du tatsächlich anbietest.
Beschreibe auch die dazugehörigen Arbeitsergebnisse. Ein Auftrag kann beispielsweise ein Audit der Social-Media-Kanäle, redaktionelle Empfehlungen und einen Content-Kalender umfassen. Bei einem anderen Auftrag geht es vielleicht um die Vorbereitung einer Kampagne mit Formatvorschlägen, Texten und einer Auswertung nach der Veröffentlichung.
Gib den Umfang klar an: betroffene soziale Netzwerke, einzelne Arbeitsschritte und mögliche Einschränkungen. So können potenzielle Kunden vor dem ersten Gespräch prüfen, ob dein Angebot zu ihrem Bedarf passt.
Zeige Projekte und ihren Kontext
Erkläre für jedes Projekt kurz:
- Den Kontext: Branche, Zielgruppe und Ausgangssituation – ohne vertrauliche Informationen preiszugeben.
- Deine Rolle: zum Beispiel Strategie, Text, Koordination oder Analyse.
- Die umgesetzten Maßnahmen: Auswahl der Kanäle, Content-Arten und Ablauf der Kampagne.
- Die beobachteten Ergebnisse: verfügbare Resultate und der erfasste Zeitraum.
- Die Erkenntnisse: Was du gelernt oder angepasst hast.
Ein konkretes Beispiel kann zeigen, wie du die Kommunikation für einen Launch auf LinkedIn vorbereitet hast: Entwicklung redaktioneller Ansätze, Verfassen der Beiträge und Beobachtung der Reaktionen. Wenn du Ergebnisse teilst, ordne sie in den richtigen Kontext ein und gib an, woher sie stammen. Schreibe deiner Arbeit keine Ergebnisse zu, die du nicht belegen kannst.
Wenn der Kunde es verlangt, kannst du ein Projekt anonymisiert vorstellen. Wenn du gerade erst anfängst, kannst du stattdessen ein eigenes Projekt auswählen. Unterscheide in beiden Fällen klar zwischen Kundenaufträgen und Übungen oder fiktiven Projekten. Hole die erforderliche Zustimmung ein, bevor du Inhalte aus einem Auftrag veröffentlichst.
Mache deine Ergebnisse nachvollziehbar
Eine einzelne Zahl sagt nicht viel aus. Wenn du Daten teilen darfst, nenne die Plattform, den Zeitraum, das verfolgte Ziel und die Messquelle. Je nach Kampagne kann es sinnvoll sein, Reichweite, Interaktionen, Klicks oder die Entwicklung einer mit dem Kunden festgelegten Kennzahl zu zeigen.
Wenn die Daten nicht veröffentlicht werden dürfen, beschreibe stattdessen deine Vorgehensweise und die übergebenen Arbeitsergebnisse. Du kannst auch eine Empfehlung oder ein Content-Beispiel vorstellen, nachdem du vertrauliche Angaben entfernt hast. Ziel ist ein aussagekräftiger Beleg – nicht das Versprechen, bei jedem künftigen Auftrag dasselbe Ergebnis zu erzielen.
Erleichtere den ersten Kontakt
Füge eine gut sichtbare Kontaktmöglichkeit hinzu und nenne die Informationen, die dir helfen, eine Anfrage einzuschätzen: Ziel, betroffene soziale Netzwerke, Zeitplan und gewünschte Art der Unterstützung. Ein externes Formular oder eine geschäftliche E-Mail-Adresse können dafür geeignet sein.
Wenn du ein unverbindliches Kennenlerngespräch anbietest, füge einen Link zu deinem externen Terminbuchungstool hinzu. Stelle es als eine Möglichkeit vor und nicht als den einzigen Weg, dich zu erreichen.
Auch eine kurze Seite kann deine beruflichen Links bündeln: dein LinkedIn-Profil, dein Malt-Profil, falls du dort vertreten bist, auf Medium veröffentlichte Artikel oder deinen Substack-Newsletter. Wähle Links, die deine Positionierung unterstützen, und überprüfe, ob sie aktuell sind.
Gestalte dein Portfolio als übersichtliche Seite
Eine Mini-Website kann als Einstieg zu deinen Fachgebieten, Projektbeispielen und beruflichen Profilen dienen. Mit QLII kannst du Informationen zu deiner Person und Links zu externen Diensten bündeln, etwa zu deinem Malt-Profil oder einem Terminbuchungstool. Der weitere Austausch und die damit verbundenen Schritte finden auf den Plattformen statt, zu denen du deine Besucher weiterleitest.
Halte die Struktur einfach: eine Vorstellung, deine Leistungen, einige passende Projekte und eine klare Kontaktmöglichkeit. Prüfe auf dem Smartphone, ob die Texte gut lesbar sind und jeder Link zur richtigen Seite führt.
FAQ
Was gehört in ein Portfolio, wenn ich gerade erst anfange?
Stelle deine Kompetenzen und deine Arbeitsweise vor und zeige eigene Projekte oder Übungen, die du klar als solche kennzeichnest. Erkläre deine redaktionellen Entscheidungen und welche Kennzahlen du zur Bewertung einer Kampagne heranziehen würdest. Gib dabei keinen fiktiven Fall als Kundenauftrag aus.
Wie viele Projekte sollte ich vorstellen?
Wähle lieber einige gut erläuterte Beispiele als eine lange Liste von Inhalten ohne Kontext. Entscheide dich für Projekte, die den Aufträgen ähneln, die du künftig übernehmen möchtest.
Sollte ich Kampagnenergebnisse veröffentlichen?
Nur, wenn du sie teilen und in den richtigen Kontext einordnen darfst. Bei Vertraulichkeit beschreibst du deine Rolle, die Arbeitsergebnisse und die Erkenntnisse, ohne geschützte Daten preiszugeben.